Longenunterricht
Es ist überaus sinnvoll, als Reitanfänger mit dem Unterricht an der Longe anzufangen. An der Longe lernt er auf einem ruhigen und verlässlichen Pferd die verschiedenen Gangarten, die Grundtechniken des Reitens und Vertrauen zu dem Pferd aufzubauen. Besonders wichtig ist hierbei, die notwendige Balance zu lernen, um die Übergänge von einer Gangart zur anderen auszugleichen und im Gleichgewicht mit dem Pferd zu bleiben. Da das Pferd an der Longe geführt wird, kann sich der Reitanfänger (unabhängig von Händen und Zügeln) ganz auf die verschiedenen Übungen konzentrieren und fühlt sich nicht überfordert.
Dressur
Der nächste Schritt ist der Dressurunterricht, er baut auf dem Longenunterricht auf und das erste freie Reiten wird geübt. Jetzt wird der Grundstock für die weitere Ausübung aller Reitdisziplinen gelegt: Das Pferd und seine natürlichen Bewegungen werden aus- und weitergebildet. Der Reiter lernt den korrekten Sitz und den ruhigen, vertrauensvollen Umgang mit dem Pferd.
Die Schwierigkeitsstufen in der Dressur
E – Einsteiger
A – Anfänger
L – Leicht
M – Mittelschwer
S – Schwer
Springreiten
Beim Springen ist es sehr wichtig, dass der Reiter sein Pferd in die bestmögliche Ausgangsposition bringt, der Rhythmus und der Bewegungsfluss müssen erhalten bleiben und das Pferd darf nicht davon abgelenkt werden. Ohne Geschicklichkeit, Balance, Rhythmusgefühl und präzise Einwirkung der Reiterhilfen wird es nicht gelingen, das Pferd sicher über ein Hindernis zu reiten.
Der richtige Weg zum Sprung, das Tempo, das Gleichgewicht des Pferdes und der anpassungsfähige leichte Sitz des Reiters sind ebenso von großer Bedeutung.
Therapeutisches Reiten
Im Rahmen von Schulsportgemeinschaften und im Einzelfall bietet der Verein auch therapeutisches Reiten an:
Das Therapeutische Reiten setzt sich aus den Bereichen „Hippotherapie“, „Heilpädagogisches Voltigieren und Reiten“ und dem „Reiten als Sport für Behinderte“ zusammen. In unserem Verein wird bisher das „Heilpädagogische Voltigieren und Reiten“ (HPV/R) durch Dipl. Sozialpädagogin Marlies Schulze Eckel angeboten.
„Unter dem Begriff heilpädagogisches Voltigieren/Reiten werden pädagogische, psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und soziointegrative Angebote mit Hilfe des Pferdes bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit verschiedenen Behinderungen oder Störungen zusammengefasst. Dabei steht nicht die reitsportliche Ausbildung, sondern die individuelle Förderung über das Medium Pferd im Vordergrund, d.h. vor allem eine günstige Beeinflussung der Motorik, der Wahrnehmung, des Lernens, des Befindens und des Verhaltens.“ (Kröger 2005: Partnerschaftlich miteinander umgehen, FNverlag, Warendorf)
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